Die Brücke von Malan

'l Punt'd Malan

‘l Punt’d Malan

Ponte Palestro S Germano 16apr13 (61)

Una casa antica

Die Brücke, die San Germano Chisone ein wenig talabwärts bei Malanaggio mit Porte vereint, trägt einen Namen aus der Zeit des Risorgimento. Doch wenn man sie sieht, hat sie nicht Heroisches. Niedrig und schlicht, sie scheint sich zwischen Felsen und Steinen zu verstecken. Doch sie ist es wirklich – heldenhaft. So klein und doch hat sie Hochwasser und Überschwemmungen überlebt, sie ließ sich von den Wellen bedecken und kehrte immer wieder ans Tageslicht zurück, sobald sich das aufbrausende Wasser beruhigt hatte. Meine Leute nennen sie Ponte Malan, weil es dort in der Nähe ein Restaurant mit diesem Namen gibt. Zwischen den beiden Dingen gibt es keinen Zusammenhang, außer dass jener Ort etwas Besonderes ist. In der Tat steht senkrecht auf der Brücke ein altes Haus, fehl am Platz hinsichtlich des Baustils, doch schön. Reiche Leute aus Turin kamen dort hin, um Urlaub zu machen, im vergangenen Jahrhundert, wie erzählt wird. Sie fuhren mit einer Kutsche gezogen von Pferden vor. Und ein wenig weiter entfernt ein Lokal, klein und ausdruckslos, unbekannt: Dort arbeitete Cafiero; ein seltsamer Name, weil dieser Mann aus der Toskana stammte; er war ein Schmied, Cafiero Bonucci, in Wahrheit ein Künstler, der aus dem Metall schmiedeeiserne Rosen formte, die in der Lage waren, der Zeit zu trotzen.
Ein besonderer Ort, die Ponte Palestro; oder besser: ‘l Punt’d Malan.
Man muss ihr die Blicke zuwenden, wenn man vorbeikommt.

'l Punt'd Malan

‘l Punt’d Malan

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